HowFlow


HowFlow — Mit Screen ist es möglich, innerhalb eines einzigen Zugangs (zum Beispiel über ein Terminal oder per SSH) verschiedene virtuelle Konsolensitzungen zu erzeugen und zu verwalten. Darüber hinaus können Sitzungen getrennt und später fortgeführt werden. Screen stellt somit eine interaktive Version von nohup dar.

Share it!   Posted by aroedl aroedl 8 months ago

Einführung

Wer kennt es nicht? Man arbeitet gerade auf einem Server, befindet sich dort vielleicht in einer MySQL-Konsole und plötzlich bricht die SSH-Verbindung zusammen. Gerade in Zeiten, in denen man immer häufiger per WLAN am Netz hängt, kommt dies immer häufiger vor. Ist die Verbindung erstmal getrennt, kann man nichts anderes mehr tun als sich neu zu verbinden und von vorne zu beginnen… oder man verwendet screen.

Ein beliebtes Feature von Screen ist das sogenannte abtrennen (detach) einer Sitzung. Diese läuft im Hintergrund weiter, während das eigentliche Eingabefenster geschlossen werden kann. Zu einem späteren Zeitpunkt kann diese Sitzung fortgesetzt werden. Diese Möglichkeit wird gerne genutzt, um auf einem dauerhaft mit dem Internet verbundenem System einen Prozess zu starten, ohne dass dieser Prozess sich beendet, wenn die eigene Internetverbindung zum Server getrennt wird.

Installation und Bedienung

Screen gibt es für wirklich jede Distribution im jeweiligen Package-Management. Zu installieren ist Screen natürlich auf dem entfernten System – für den Client ändert sich nichts. Unter Gentoo installiert man es folgendermassen:


emerge screen

Die Bedienung ist recht einfach. Die einzige Herausforderung ist, dass man ab sofort daran denken muss, dass man screen für jede neue Session startet oder sich nach einem Verbindungsabbruch an eine bestehende Session “re-attached”.

Mit der Tastenkombination <Strg> <a>, <d> kann die Sitzung abgetrennt werden. Screen wird dann verlassen, läuft aber im Hintergrund weiter. Der Benutzer kann sich nun ausloggen, und später nach erneuter Anmeldung mit dem Befehl screen -r die Sitzung wiederherstellen. Die Vorgehensweise sieht also so aus, dass man nach dem SSH-Login einfach screen eingibt und dann einfach normal weiter arbeitet. Will man sich ausloggen, Gibt man zuvor am besten (aber nicht unbedingt) <Strg> <a>, <d> ein und danach wie üblich exit. Später verbindet man sich wieder per SSH und gibt dann screen -r ein um zur laufenden Session zu gelangen.

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